IPv4: Übersicht
Das Internet Protokol Version 4 ist die Basis für das heutige Internet. Es ist ein Netzwerkprotokoll auf Layer 3 im OSI-Referenzmodell und seit 1981 offiziell im RFC791 definiert.
IP stammt ursprünglich aus dem ARPANET-Projekt, welches ab 1965 für die US-Luftwaffe entwickelt wurde, um ein ausfallsicheres Netzwerk zu erschaffen. Ein erster Entwurf von 1962 wurde zunächst abgelehnt. 1969 war es dann soweit, und vier Rechner von verschiedenen Hochschulen waren vernetzt. Etwas später (1972) waren es bereits ca. 40.
Anfangs wurde IP primär von Hochschulen und staatlichen Organsisationen in den USA genutzt; und so entwickelte sich langsam das Internet. Erst viel später kam die kommerzielle Nutzung dazu, nachdem 1991 die staatliche Kontrolle gelockert wurde. In Deutschland gab es ab ca. 1994 erste kommerzielle Internetzugänge.
Nach dem rasanten Anstieg der Internetnutzer in den letzten Jahren werden die IP-Adressen nicht mehr lange ausreichend sein. Daher wurde das Internet Protokoll mit IPv6 auf eine Adressierung von 128 Bit erweitert. IPv4 hat nur 32 Bit.
Interessant ist auch die zum ARPANET parallele Entwicklung von Unix und C. Die damaligen Systeme bestanden aus einem Großrechner mit "dummen" Terminals für die Benutzer. Für netzwerkfähige Rechner wurde ein neues Betriebssystem benötigt: Unix.
Bei der Entwicklung von Unix stellte sich heraus, daß die vorhandenen Programmiersprachen dafür nicht sehr geeignet waren. So wurde "C" erfunden und Unix auf C portiert. Unix, C und IP gehören also zusammen und haben gemeinsam zur erfolgreichen Ausbreitung des Internets beigetragen.

