IPv6: Übersicht

Der Adressraum von IPv4 umfaßt etwa 4 Milliarden Adressen. Da sich das Internet rasant weiter entwickelt, werden die Adressen in absehbarer Zeit nicht mehr ausreichen. Die Lösung ist IP Version 6 (kurz IPv6) mit einer Adressierung von 128 Bit.

Weitere Verbessungen sind die Integration von IPSec, Anycast und einfaches Autokonfigurieren. Der Adressraum ist deutlich strukturierter aufgeteilt. Das IP-Paket selber wurde überarbeitet und enthält nur noch die wichtigsten Daten. Zusätzliche Daten werden als Extension Header angehängt.

Der Umgang mit den neuen IP-Adressen ist schwieriger als bei IPv4. Speziell die Lösungsvarianten zum Verbinden von Netzen mit IPv4 und IPv6 erfordern besondere Aufmerksamkeit.

Auch wichtig zu wissen, ist die geänderte Fragmentierung. Bei IPv6 fragmentiert nur der Sender die Pakete, nicht mehr die Router. Die minimale MTU beträgt 1280 Bytes.

Bei IPv6 gibt es keine Broadcast-Adresse (höchste Adresse in einem Subnet) mehr. Stattdessen wird die Broadcast-Funktion über eine Multicast-Adresse abgebildet. Für Dienste, wie z.B. DHCP, gibt es daher fest definierte Multicast-Adressen.